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Käthe-Kollwitz-Grundschule

ERWEITERUNG Käthe-Kollwitz-Grundschule
Bauherr: Stadt Essen / Immobilienwirtschaft
Baukosten: rd. 3.900.000 €
Baubeginn und Fertigstellung: 2013

 

ERWEITERUNG DER KÄTHE-KOLLWITZ-GRUNDSCHULE IN ESSEN-RÜTTENSCHID

Mehr Raum für Bildung und Betreuung – effizient geplant und in modularer Bauweise realisiert

Mit der Erweiterung der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Essen-Rüttenscheid entsteht zusätzlicher Raum für zeitgemäße Bildung und Betreuung. Im Laufe der Planung wuchs der Raumbedarf – insbesondere mit Blick auf den ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Der dreigeschossige Neubau schafft die dafür erforderlichen zusätzlichen Flächen und ergänzt den bestehenden Schulstandort behutsam.

Eine besondere Herausforderung waren die äußerst beengten Platzverhältnisse zwischen historischem Schulgebäude, Turnhalle, Feuerwehrzufahrt und dem unmittelbar angrenzenden Christinenpark. Eine konventionelle Bauweise hätte umfangreiche Baustelleneinrichtungsflächen erfordert und damit sowohl den laufenden Schulbetrieb als auch Teile des angrenzenden Parks stark beeinträchtigt.

Die Lösung: ein dreigeschossiger Neubau in Stahlmodulbauweise.

Durch den hohen Vorfertigungsgrad konnten die einzelnen Gebäudemodule innerhalb von nur rund zwei Wochen vor Ort montiert werden. Lärm, Staub, Baustellenverkehr und die Einschränkungen für Schule, Betreuung und Nachbarschaft ließen sich dadurch erheblich reduzieren. Gleichzeitig konnte der öffentliche Spielplatz im angrenzenden Christinenpark während der Baumaßnahme erhalten und von der Baustelleneinrichtung freigehalten werden.

Auch städtebaulich reagiert der Neubau unmittelbar auf seinen besonderen Standort. Nach Westen orientiert sich das Gebäude zum grünen Raum des Christinenparks. Auf der Ostseite verbindet eine verglaste Brücke im 1. und 2. Obergeschoss den Neubau mit dem historischen Schulgebäude. Der Freiraum zwischen den Gebäuden bleibt dabei als notwendige Feuerwehrzufahrt zum Schulhof und zu den rückwärtigen Gebäudeteilen erhalten.

Im Inneren entstehen unter anderem neue Betreuungsräume, ein Speiseraum und weitere für den Ganztagsbetrieb erforderliche Flächen.

So verbindet das Projekt die Weiterentwicklung eines gewachsenen Schulstandortes mit einer effizienten und ressourcenschonenden Bauweise – und zeigt, wie auch unter schwierigen innerstädtischen Rahmenbedingungen qualitätsvolle neue Räume für Bildung entstehen können.